IBM’s Powerseries 400 ( Type 6015 / 7020 bzw IBM 40p)
Last Update: 2001-11-27
Grundlegende Informationen:
Hardware:
Allgemein:
Name des Gerätes: Typ 6015 (bzw. baugleich Typ 7020), später umbenannt in 40p
Modellreihe: IBM Powerseries 400
Prozessor: PowerPC 601
Design: PReP
Hauptplatine:
Folgende Jumper/Steckerleisten sind vorhanden:
J3 - Steckerleiste SCSI Anschluss intern
J13 - Speaker Anschluss
J14 - 2×8 Pin Steckerleiste – PowerPC Debugging Kabel
J15 - CD-Audio-Anschluss
J17 - Reset Schalter
J18 - LED Anschluss für Festplatten-aktivitäten
J20 - noch ungeklärt 3×1 Pin mit Jumper auf 2 weissen Markierungen
J21 - Gehäuselüfter Stromanschluss
J22 - LED Anschluss für Power-Good
J23 - Key-Lock
J24 - noch ungeklärt. Ist ein 2×4 Pin Steckerleiste
J34 - 2×13 Pin Steckerleiste für externe SCSI Geräte
J35 - Steckerleiste Standard PC Floppy Anschluss
Speicher:
6 Speicherbänke mit Dimm-Sockel. Maximaler Ausbau 6x 32 MB
Die Speicherplätze sind Standard Sockel, wobei der IBM 40P nur
folgenden Typ von Speicher erlaubt:
DIMM, 5Volt, Fast-Page-Mode
Alles andere wird nicht unterstuetzt, bzw. passt auch garnicht ins Geraet.
Netzwerkkarte:
AT/Lantic DP83905 von National Semiconductor Corporation
Die Karte ist WD8013 kompatibel, wenn sie als Shared Memory läuft (Standard)
Wenn Shared Memory ausgeschaltet wird, ist sie NE2000 kompatibel.
Dokumentation zum Chip gibts hier: http://www.national.com/pf/DP/DP83905.html
Ein Dokument zur Programmierung des Chips: http://www.national.com/an/AN/AN-874.pdf
Sowie ein Userguide zum Chip: http://www.national.com/an/AN/AN-897.pdf
Der Jumper J5 erlaubt wohl ein Zurücksetzen des EEproms. Wenn dort kein Jumper sitzt,
wird die Konfiguration aus dem EEprom genommen. (Pin 39 des Chips).
Für Intel Maschinen gibts unter http://www.scyld.com/diag/atlantic.html ein Configurations-
tool. Dies müsste aber noch auf PowerPC portiert werden.
Tip: Momentan kann man TFTPBoot nur beim WD8013 kompatibelen Modus unter Linux nutzen!
Noch nen Tip
Wer die Karte mal komplett umkonfigurieren will kann das mit einem
normalen x86′er PC machen und kann die folgende bootdiskette dafuer nehmen.
einfach mit gzip -d entpacken und mit rawrite (oder winrawrite) auf eine Diskette schreiben.
Ueber diesen Weg laesst sich dann auch der Speicherbereich der Karte aendern.
Grafikkarte:
Fast immer beim Modell 6015/7020:
Eine PCI Grafikkarte mit Weitek Power 9100 Chip und IBM 525 Ramdac
Die Karte ist von Diamond Computer hergestellt und hat den Modellnamen Viper PRO PCI/VP
Die Karte heisst laut IBM S15
Manchmal findet man auch eine andere Karte:
Eine PCI Grafikkarte mit S3 864 Chip
Die Karte heisst dann IBM E15
Soundchip:
Cirrus Logic CS4231
Zu dem Chip gibts leider von Cirrus nicht mehr ganz so viele Informationen.
Der Chip wurde aber auch parallel von Analog Devices als AD1845 Chip gebaut (Intern, Extern und Pinout gleich!)
Hierzu gibts Informationen von Analog:
http://products.analog.com/products/info.asp?product=AD1845
http://www.analog.com/techsupt/application_notes/AN-404.pdf
Pinouts und Blockdiagramme, sowie Source direkt zum CS4231 gibts hier:
ftp://andrew.triumf.ca/pub oder evtl. auch in meinem Verzeichniss
SCSI Controller:
Der Chip ist ein NCR 53C810,
In Konfigurationen wird er immer als NCR 810 bzw NCR 8xx bezeichnet.
Tip: Beim Linux Kernel gibts 2 verschiendene Treiber: der Erste heisst NCR 7xx/8xx und der
zweite NCR 8xx. Nur der Zweite funktioniert!
Firmware und Booten:
Als erstes sollte man sich die aktuelle Firmware und SMS Diskette von IBM besorgen, das die
40p bis zur Firmware 1.29 noch nicht Year2000 compliant war. Über die SMS Diskette kann
man dann auch schön die Hardware konfigurieren und durchtesten.
Die Disketten gibts unter: http://www.austin.ibm.com/support/micro/download.html
Wenn Ihr euch die Lizensbestimmungen durchliesst, findet Ihr am Ende davon das Passwort.
Die Tasten F1 bis F4 haben beim Start der Maschine verschiedene Funktionen. Ihr müsst
die F-Tasten in der Zeit drücken, wo die Symbole unten am Bildschirmrand angezeigt werden.
F1: Booten der SMS Diskette (Setup/BIOS-Diskette) im Grafik-Modus
F4: Booten der SMS Diskette (Setup/BIOS-Diskette) Im Text-Modus
F2: Konfiguration der Netzwerkskarte und Auswahl der Boot-reihenfolge
Hierfür braucht man keine Diskette.
Starten von Linux:
Die Installation von Linux ist nicht so einfach wie bei den Intel-Maschinen. Man liesst natürlich
überall, dass es Distributionen in der PowerPC Variante gibt, aber diese sind hauptsächlich für
Apple-Maschinen mit PowerPC Prozessor gebaut worden.
Wenn man nun auf den Webseiten nach Distributionen ausschau hält, bemerkt man, dass dort
schon IBM Maschinen vorkommen, aber leider Keine mit der Bezeichnung 6015, 7020 oder 40p.
Das Problem ist, das der aktuelle Kernel (momentan 2.4.6) keine Unterstützung für die IBM 40p
hat. Daher sind dann auch alle Distributionen eh schon aussen vor und man muss selbst Hand anlegen.
Ein Bekannter hat glücklicherweise den Linux-kernel soweit schon angepasst, dass man diesen
schon booten kann. Wer nun denkt, na spitze, dann ist ja alles geschafft, ist leider auf dem Holzweg.
Der Kernel kann nur über die Serielle Schnittstelle arbeiten, da es leider für die Grafikkarte (Weitek
P9100) keinen Framebuffer device gibt und daher auch nix auf den Bildschirm erscheinen wird.
Dies sollte aber normalerweise keinen abschrecken hier weiter zu forschen
Was man also zunächst braucht ist ein zweite PC (oder eine Sun) mit einem Unix Betriebsystem.
Bei mir wäre es ein normaler Intel-Rechner mit Linux. Hinzu braucht ihr ein Null-Modem-Kabel
(9Pin an 9Pin oder 25Pin an 9Pin, je nachdem wie eure Serielle Schnittstelle an der Unix-Kiste
ist).Das Terminal-Programm auf der Unix-Maschine sollte auf 9600 Bit/s und 8n1 eingestellt sein.
Für die ersten Tests könnt ihr gerne mit einem vorkompilierten Kernel von mir arbeiten, aber ihr
werdet recht schnell an die Grenzen stossen und müsst euch selbst ein Kernel bauen.
Der vorkompilierte Kernel ist mit einer Ramdisk ausgestattet, in der schon diverse Tools vorhanden
sind mit denem man schon mal die Partitionen erstellen kann und mal die Festplatte prüfen kann.
Hinzu ist loop support mit eingebaut, sodass ihr z.B. eine root-image einer anderen Distribution
entpacken und mounten könnt.
Der Start des Kernels:
loaded at: 00480410 00492228
relocated to: 00800000 00811E18
board data at: 001033C8 00109DD4
relocated to: 0080B30C 00811D18
zimage at: 00488410 00516687
relocated to: 00812000 008A0277
initrd at: 00516687 005E6063
relocated to: 008A1000 009709DC
avail ram: 00400000 00800000
Linux/PPC load: ether=11,0×300,0xe4000,0xe8000,eth0 console=ttyS0,9600 root=/dev/ram ramdisk_size=8192
Uncompressing Linux…done.
Now booting the kernel
Total memory = 48MB; using 256kB for hash table (at c01c0000)
Linux version 2.4.6 (root@test) (gcc version 2.95.3 20010315 (release)) #7 Sun Jul 15 11:28:22 EDT 2001
PReP architecture
On node 0 totalpages: 12288
zone(0): 12288 pages.
zone(1): 0 pages.
zone(2): 0 pages.
Kernel command line: ether=11,0×300,0xe4000,0xe8000,eth0 console=ttyS0,9600 root=/dev/ram ramdisk_size=8192
Calibrating delay loop… 65.53 BogoMIPS
Memory: 45636k available (980k kernel code, 456k data, 116k init, 0k highmem)
Dentry-cache hash table entries: 8192 (order: 4, 65536 bytes)
Inode-cache hash table entries: 4096 (order: 3, 32768 bytes)
Mount-cache hash table entries: 1024 (order: 1, 8192 bytes)
Buffer-cache hash table entries: 1024 (order: 0, 4096 bytes)
Page-cache hash table entries: 16384 (order: 4, 65536 bytes)
POSIX conformance testing by UNIFIX
PCI: Probing PCI hardware
Fixup res 0 (200) of dev 00:0e.0: 1000000 -> c1000000
Fixup res 6 (7200) of dev 00:0e.0: c0000 -> c00c0000
Memory resource not set for host bridge 0
IBM ID: 000000fc
Setting PCI interrupts for a “IBM 6015/7020 (Sandalfoot/Sandalbow)”
Relocating PCI address 20000000 -> 1000000
PCI:00:0c.0: Resource 0: 01000000-010000ff (f=101)
PCI:00:0e.0: Resource 0: c1000000-c1ffffff (f=200)
Linux NET4.0 for Linux 2.4
Based upon Swansea University Computer Society NET3.039
Starting kswapd v1.8
Serial driver version 5.05a (2001-03-20) with MANY_PORTS SHARE_IRQ SERIAL_PCI enabled
ttyS00 at 0x03f8 (irq = 4) is a 16550A
ttyS01 at 0x02f8 (irq = 3) is a 16550A
block: queued sectors max/low 30242kB/10080kB, 128 slots per queue
RAMDISK driver initialized: 16 RAM disks of 8192K size 1024 blocksize
Floppy drive(s): fd0 is 1.44M
FDC 0 is a National Semiconductor PC87306
wd.c:v1.10 9/23/94 Donald Becker (becker@cesdis.gsfc.nasa.gov)
eth0: WD80x3 at 0×300, 10 00 5A BD BA 38 WD8013, IRQ 9, shared memory at 0xe4000-0xe7fff.
loop: loaded (max 8 devices)
SCSI subsystem driver Revision: 1.00
PCI: Enabling device 00:0c.0 (0005 -> 0007)
ncr53c8xx: at PCI bus 0, device 12, function 0
ncr53c8xx: 53c810 detected
ncr53c810-0: rev 0×1 on pci bus 0 device 12 function 0 irq 13
ncr53c810-0: ID 7, Fast-10, Parity Checking
scsi0 : ncr53c8xx-3.4.3-20010212
Vendor: PLEXTOR Model: CD-ROM PX-4XCS Rev: 1.04
Type: CD-ROM ANSI SCSI revision: 02
Vendor: IBM Model: DSAS-3540 !W Rev: S47Y
Type: Direct-Access ANSI SCSI revision: 02
Detected scsi disk sda at scsi0, channel 0, id 6, lun 0
ncr53c810-0-<6,*>: FAST-10 SCSI 10.0 MB/s (100 ns, offset 8)
SCSI device sda: 1056768 512-byte hdwr sectors (541 MB)
Partition check: sda: sda1 sda2 sda3 sda4
Detected scsi CD-ROM sr0 at scsi0, channel 0, id 4, lun 0
ncr53c810-0-<4,*>: FAST-5 SCSI 4.0 MB/s (250 ns, offset 8)
sr0: scsi-1 drive
Uniform CD-ROM driver Revision: 3.12
NET4: Linux TCP/IP 1.0 for NET4.0
IP Protocols: ICMP, UDP, TCP, IGMP
IP: routing cache hash table of 512 buckets, 4Kbytes
TCP: Hash tables configured (established 4096 bind 4096)
NET4: Unix domain sockets 1.0/SMP for Linux NET4.0.
RAMDISK: Compressed image found at block 0
Freeing initrd memory: 830k freed
VFS: Mounted root (ext2 filesystem).
VFS: Mounted root (ext2 filesystem) readonly.
change_root: old root has d_count=2
Trying to unmount old root … okay
Freeing unused kernel memory: 116k init 4k pmac 4k chrp 4k openfirmware
#
Schon ist man in der shell, in der man sich nach herzenslust austoben kann. Zunächst sollte man dann
aber noch ein mount /proc machen
#mount /proc
#
Da es wohl mache interessiert hier noch ein paar Daten ![]()
# cat /proc/pci
PCI devices found:
Bus 0, device 11, function 0:
Class 0000: PCI device 8086:0484 (rev 3).
Bus 0, device 12, function 0:
Class 0000: PCI device 1000:0001 (rev 1).
IRQ 13.
Master Capable. Latency=128.
I/O at 0×1000000 [0x10000ff].
Non-prefetchable 32 bit memory at 0×0 [0xff].
Bus 0, device 14, function 0:
Class 0300: PCI device 100e:9100 (rev 0).
IRQ 10.
Non-prefetchable 32 bit memory at 0xc1000000 [0xc1ffffff].
#
# cat /proc/cpuinfo
processor : 0
cpu : 601
clock : 62MHz
revision : 0.2 (pvr 0001 0002)
bogomips : 65.53
zero pages : total: 0 (0Kb) current: 0 (0Kb) hits: 0/0 (0%)
machine : PReP IBM 6015/7020 (Sandalfoot/Sandalbow)
Upgrade CPU
L2 : not present
simms : 0:8M 1:8M 2:8M 3:8M 4:8M 5:8M
#
Installation von Linux:
Festplatte Aufteilen:
Als Basis-Strategie würde ich die Partitionen der Festplatte wie folgt aufteilen:
/dev/sda1 Partitionstyp 41 (PReP-Boot) ca. 2 – 4 MB Gross (evtl. Bootflag aktivieren)
/dev/sda2 Partitionstyp 83 (Linux standard) ca. 20 MB Gross
/dev/sda3 Partitionstyp 83 (Linux standard) ca. 440 MB Gross
/dev/sda4 Partitionstyp 82 (Linux swap) ca. 50 – 60 MB (der Rest der Platte)
Von Festplatte statt Diskette booten:
Wer das Booten per Diskette leid ist, kann per dd if=/dev/fd0 of=/dev/sda1 bs=512
erstmal den Inhalt des zImages auf die Bootpartition schreiben. Damit braucht man danach kein
Diskettenlaufwerk mehr und das Booten geht flotter.
Ramdisk-Image anderer Distributionen:
Wer dann mit andere Distributionen basteln will, kann deren Ramdisk-Image per gunzip mal
entpacken und per dd if=ramdisk-dateiname of=/dev/sda2 bs=512 auf die 20 MB
Testpartition kopieren. Das ganze hat den Vorteil, dass man danach das Dateisystem bearbeiten
kann und kann so z.B. Devices ändern oder Scripte anpassen.
CMDLine-Parameter:
Als ganz wichtigen Punkt am Anfang: Wenn die command-line (Siehe Boot-Log oben: Linux/PPC load)
nicht mit eurer Hardware übereinstimmt, könnt ihr den Text ändern! Einfach per Entfernen-Taste den
kompletten Text löschen (Bei eventuellen Zeilenumbruch drauf achten dass man gut 80 mal Entfernen
gedrückt hat
) und danach die Parameter neu schreiben.
Als Beispiele:
Linux/PPC load: ether=11,0×300,0xe4000,0xe8000,eth0 console=ttyS0,9600 root=/dev/ram ramdisk_size=8192
Dies würde das am Kernel angehangene komprimierte ext2 Filesystem in die Ramdisk und läd diese dann.
Linux/PPC load: ether=11,0×300,0xd0000,0xd4000,eth0 console=ttyS0,9600 root=/dev/sda2
Dies würde /dev/sda2 als root-device starten (Und die Netzwerkkarte hat den Memorybereich hier bei 0xD000 liegen)
Von einer PPC-Distribution die Ramdisk installiert, aber klappt nicht:
Wer nun z.B. das debian_root.bin auf der Power-PC Distribution von debian downgeloaded hat und
per gzip -d bzw. gunzip entpackt und per dd if=debian_root.bin of=/dev/sda2 kopiert hat,
würde ja wie oben angegeben mit “root=/dev/sda2″ statt “root=/dev/ram ramdisk_size=8192″ starten.
Nun dies könnte daneben gehen, da natürlich die Distribution nicht unbedingt mit dem seriellen Port
die Installation durchführen wird.
Daher sollte man mal folgendes Probieren:
Linux/PPC load: console=ttyS0,9600 root=/dev/sda2 init=/bin/sh
Durch den Eintrag “init=/bin/sh” wird nach dem mounten von /dev/sda2 wird /bin/sh gestartet.
Dann kann man erstmal in Ruhe im System rumschauen, warum es nicht weiter ging.
/dev/console:
Ein typischen Problem wäre z.B. das die Installationscripte der diversen Distributionen
auf /dev/console zugreifen. Wie wir ja wissen, geht bei uns momentan alles nur über
/dev/ttyS0. Daher sollte man mal versuchen /dev/console zu löschen und neu zu zu
erstellen.
Dies geht korrekterweise über mknod /dev/console c 4 64 (Sprich Major und Minor
von /dev/ttyS0), oder man kopiert /dev/ttyS0 auf /dev/console (erst /dev/console löschen!).
Evtl. müsst Ihr so etwas ähnliches mit /dev/tty oder /dev/tty0 machen, aber das müsst ihr
selber entscheiden.
Kompilieren eine eigenen Kernels:
Voraussetzungen:
Erstmal allgemein ein GCC Paket, mit dem ihr Sourcen compilieren könnt.
Source-Pakete:
Gnu Binutils
Gnu GCC (Nur das gcc-core-paket)
Gibt es beides bei ftp://ftp.nl.uu.net/pub/gnu/
Kernel 2.4.6
Gibts bei ftp://ftp.nl.uu.net/pub/linux/kernel/
IBM 40P Patch
Am Besten von Sven Dickert direkt oder notfalls bei mir.
Ich habe bei mir ein extra Verzeichniss /port gemacht. Das muss man nicht machen, aber ich hab
so meine porting sachen alle schön unter /port liegen gehabt. Wohin die ganzen Sachen kopiert
werden sollten könnt ihr beim configure Befehl mit –prefix=Verzeichniss bestimmen
Wenn ihr z.B. alles nach /usr/local haben wollt wäre es –prefix=/usr/local . Achtet drauf, dass
man nicht /usr/local/bin angibt, die letzten Verzeichnisse wie /man , /lib oder /bin machen die
Tools selber, man gibt quasi ihm nur ein Root an, mehr nicht.
Binutils:
Wie folgt könnt ihr die Binutils compilieren:
tar zxfv binutils-x.x.x.x.x.tar.gz (bzw. bzip2 -dc binutils-x.x.x.x.x.tar.bz2 | tar xv )
cd binutils-x.x.x.x.x
./configure –target=powerpc-linux –prefix=/port
make
make install
GCC-Core:
Wie folgt könnt ihr den GCC-Compiler kompilieren:
tar xvfz gcc-core-x.x.x.tar.gz ( bzw. bzip2 -dc gcc-core-x.x.x.tar.bz2 | tar xv )
cd gcc-x.x.x
./configure –target=powerpc-linux –prefix=/port
make
make install
Linux Kernel:
Damit der Kernel nun auf kompilert werden kann, müsst ihr evtl euren $PATH anpassen, damit die
powerpc-gnu tools auch gefunden werden können.
tar xvfz linux-2.4.6.tar.gz (bzw. bzip2 -dc linux-2.4.6.tar.bz2 | tar xv )
(kopiert den 40p.patch und .config ins linux-2.4.6 Verzeichniss)
dann:
cd linux-2.4.6
patch -p0 <40p.patch
make oldconfig
Jetzt seid ihr soweit einen normalen Kernel mit
make dep; make clean; make zImage
zu bauen.
Dies sollte so erstmal funktionieren.
Den Kernel findet ihr dann unter ./arch/ppc/boot/images
Anpassen des Kernels:
Ihr könnt aber auch nach dem make oldconfig nochmal ein make config machen und die Parameter
verändern, damit ihr den Kernel nach euren Wünschen anpassen könnt.
Danach ein make dep; make clean; make zImage
wie oben schon beschrieben.
Kernel mit angehangener Ramdisk-Image:
Den Kernel den ihr beim Sven sowie auch bei mir bekommen könnt, hat ja noch ein Filesystem mit am
Kernel “kleben”.
Momentan ist die Ramdisk auf eine Grösse von 8 MByte beschränkt. Das heisst das dieses
root-disk-image im entpackten zustand maximal 8 MB gross ist!
Ihr könnt euch gerne so eine ramdisk-image von meiner Seite downloaden oder viel besser, euch
selbst so ein Teilchen bauen:
dd if=/dev/zero of=ramdisk.image bs=1M count=8
mke2fs ramdisk.image
mkdir /mnt/ramdisk (Müsst ihr natürlich nur einmal machen
mount ramdisk.image /mnt/ramdisk -t ext2 -o loop
Nun könnt ihr nach herzenslust ins Verzeichniss /mnt/ramdisk Dateien hinkopieren, bis die 8MB
fast voll sind. Danach:
umount /mnt/ramdisk
gzip -9 ramdisk.image
jetzt kopiert ihr die ramdisk.image.gz nach [linuxkernel-verzeichniss]/arch/ppc/boot/images
mit einem
make zImage.initrd
wird dann ein Kernel mit der ramdisk.image.gz angehangen zusammen gebaut.
Noch ein Tip:
Die Ramdisk wird beim gzip -9 noch kleiner, wenn man nachdem man die ramdisk fertig
gebaut haben eine zweite Ramdisk mountet und alle Dateien dort rein kopiert und danach
das ganze komprimiert:
Beispiel:
dd if=/dev/zero of=ramdisk.image.1 bs=1M count=8
dd if=/dev/zero of=ramdisk.image.2 bs=1M count=8
mke2fs ramdisk.image.1
mke2fs ramdisk.image.2
mkdir /mnt/ramdisk.1
mkdir /mnt/ramdisk.2
mount /ramdisk.image.1 /mnt/ramdisk.1/ -t ext2 -o loop
(So lange basteln, bis man fertig ist, und dann…)
mount /ramdisk.image.2 /mnt/ramdisk.2/ -t ext2 -o loop
cp -a /mnt/ramdisk.1/* /mnt/ramdisk.2
umount /mnt/ramdisk.1
umount /mnt/ramdisk.2
gzip -9 ramdisk.image.1
gzip -9 ramdisk.image.2
Man sieht danach dass ramdisk.image.2.gz kleiner sein wird, obwohl
die gleichen Daten drin sind, was evtl ganz praktisch sein kann,
wenn man versucht den Kernel auf eine Diskette zu bekommen.
Denkt dran, dass natürlich die Datei zuletzt wieder ramdisk.image.gz
heissen muss !.
Was muss denn noch gemacht werden ?
Zunächst fehlt immer noch ein Framebuffertreiber für die Weitek-Grafikkarte, damit man
eine 40p auch im Standalone-Betrieb nutzen kann. Wer sich an sowas rantraut sollte
mal per google nach “framebuffer Weitek P9100 linux” suchen. Es gibt nämlich schon
einen Framebuffer Treiber für den Chipsatz, aber diese ist für den alten SUN/Sparc Bus
(Sbus3 ?) geschrieben worden. Evtl. kann man diesen natürlich so anpassen, dass dieser
mit dem PCI Interface arbeitet.
Wer sich damit auskennt, kann sich ja mal melden (bei mir oder beim Sven).
Wer schonmal mit XFree86 experimentieren will, sollte schauen welcher X-Server der
richtige ist. Evtl. ist der Xfree86 V.3.x die richtige Wahl. Der SVGA Server soll den P9100
unterstützten, aber obs dann mit dem IBM 525 ramdac geht weiss ich auch noch nicht. Hinzu
kommt natürlich noch dass die Xfree86 Treiber für Intel geschrieben wurden und die P9100
sich natürlich auf einem PowerPC System wieder anders verhält
Weitere Links und Danksagungen:
PPC-Distributionen gibts u.a. hier:
Rock-Linux PowerPC: http://www2.rocklinux.org/projects/powerpc/powerpc.html
Sehr empfehlenswert, da man hier mit reinen Shellscripts arbeitet und diese ganz schnell
anpassbar sind!
Debian/PPC: http://http.us.debian.org/debian/dists/potato/main/disks-powerpc/index.html
Auch empfehlenswert, da viele sich mit Debian auskennen.
YellowDogLinux (2.0): http://www.yellowdoglinux.com/ydl_home.shtml
Hiermit hat Sven die Installation nach Anpassungsarbeiten geschafft. Ist also auch sehr
interessant.
Suse: ftp://ftp.suse.com/pub/projects/powerpc/
Suse baut wohl eher ein 64Bit PowerPC System, Noch glaube ich nicht dran, dass
man viel ändern kann. Versuchen können es ja trotzdem mal ein paar Leute.
Mandrake: ftp://ftp.free.fr/mirrors/ftp.mandrake-linux.com/Mandrake-iso/ppc/
Mandrake könnte auch eine Möglichkeit sein, da man die Entwickler durch das
Cooker System (siehe Mandrake-Homepage) sehr gut erreichen kann.
Weitere Seiten:
Im PowerPC Forum auf www.sonnenblen.de gibts die Möglichkeit ein bisschen
was zu besprechen. Leider ist dort bisher noch nicht viel los.
Ein Linux-IBM Web-Bereich gibts auch, nur ist dort momentan kein 40P supported
Danksagung:
Vielen Dank an Sven Dickert, da er mir immer zur Seite stand, als ich ihn mit nervigen, fast schon Newbie Fragen gelöchert habe. Vielen Dank auch für deine schon durchgeführten Arbeiten. Ohne Dich wäre es überhaupt nicht möglich auf einer IBM 40p einen Linux-kernel zu starten.
Vielen Dank auch an Jerry, der nicht nur die PowerPC’s besorgt hat, sondern auch ein Webforum für die IBM User eingerichtet hat.